{"id":286,"date":"2023-09-08T22:08:23","date_gmt":"2023-09-08T20:08:23","guid":{"rendered":"https:\/\/travels.lukaslipp.at\/?p=286"},"modified":"2023-09-08T22:41:05","modified_gmt":"2023-09-08T20:41:05","slug":"berlin-tag-1-im-garten-des-kanzlers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/travels.lukaslipp.at\/?p=286","title":{"rendered":"Berlin &#8211; Tag 1 &#8211; Im Garten des Kanzlers"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor irgendjemand entt\u00e4uscht ist: Wir waren nicht im Garten des Kanzlers. Zumindest nicht wissentlich. Vielleicht waren wir <em>\u00fcber <\/em>dem Garten des Kanzlers, er wohnt schlie\u00dflich in Potsdam. Aber vielleicht hat er auch gar keinen Garten&#8230; Wir wissen es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In jedem Fall beginnt unsere Reise heute gegen 6:00 Uhr, plus-minus, je nachdem wessen Wecker man befragt. Wir schlagen unsere Augen nur ungern auf, machen uns frisch f\u00fcr&#8217;s Flugzeug, werden gro\u00dfz\u00fcgigerweise bis zum Flughafen chauffiert (weil wir als VIPs eingestuft werden) und verabschieden uns dann dankerufend von Her the-best Bert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann Snack holen, Selbtsbedienungskassa, Fl\u00fcssigkeiten wegtrinken, fremde R\u00f6ntgenbilder bestaunen, durch eine Parfumwolke latschen, Klo, warten, QR-Schleuse, Schlange stehen, lange sitzen &#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2592\" height=\"1944\" src=\"https:\/\/travels.lukaslipp.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG_20230907_102447768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-287\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Von rechts nach Lilli, Hannah, Lukas<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8230; B\u00fccher lesen, Wasser aus Plastikbechern trinken, als letzte aussteigen, durch drei Schleusen gehen, nicht versehentlich in die Regionalbahn einsteigen, zweimal umsteigen und BAM ist es schon 12:30 Uhr und wir befinden uns in der Bergmannstra\u00dfe in Berlin, Kreuzberg!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hungrig besuchen wir das Umami X-Berg (fun fact: ein X sind zwei Linien die sich kreuzen). Das Essen ist k\u00f6stlich! Hier k\u00f6nnt ihr alles von knusprigen Sommerrollen, \u00fcber Kimchi und feinste Seitan-Filets bis hin zum Kondensmilch-Sesamb\u00e4llchen bestaunen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1632\" height=\"1224\" src=\"https:\/\/travels.lukaslipp.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/2023-09-07-12-39-55-966-40.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-290\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Des Kaisers neue Speisen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gut ges\u00e4ttigt spazieren wir dann ein bisschen in der Bergmannstra\u00dfe herum, holen uns Rhabarberschorle im Bio-Laden und betrachten unter anderem Pasta-Poster und Wackel-Dackel. Es ist eine quirlige Flaniermeile mit vielen kleinen, individuellen L\u00e4den und wird gerne die &#8222;bunteste Stra\u00dfe Berlins&#8220; genannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann geht es in das luftige Bed-and-Breakfast acht Minuten ums Eck in den sechsten Stock, wo uns die nette Nachbarin den Schl\u00fcssel in eine wundersch\u00f6ne Wohnwelt gibt. Da es eine privates Penthouse ist, m\u00fcsst ihr es euch, respektvoll, einfach vorstellen. Es gibt Parkettboden und acht Glast\u00fcren auf die Balkone. Der Eigent\u00fcmer hat uns eine Nachricht und eine Flasche Rotwein dagelassen, da er selbst auf Urlaub ist. Diesen Blogeintrag schreibe ich auf einem alten Holztisch mit Sicht auf einen Globus und ein Gem\u00e4lde mit drei stilvoll dargestellten, nackten Menschen und einem Apfelbaum. Den Blick vom Balkon aus unserem Schlafzimmer m\u00f6chte ich euch aber zeigen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"3280\" height=\"1792\" src=\"https:\/\/travels.lukaslipp.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG_20230908_092652815.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-296\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Rundblick<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach kurzer Einlebung und Ausruhung sind wir nat\u00fcrlich wieder hungrig und suchen einen veganen Affen auf, direkt gegen\u00fcber vom Umami.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"921\" height=\"629\" src=\"https:\/\/travels.lukaslipp.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/WhatsApp-Image-2023-09-08-at-08.27.34-6-2.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-292\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Von links nach Regenbogengem\u00fcse, Reisnudeln und vegane Ente, Mangodip, Enoki, Wantan, Gyosa, Dumplings und falschen Lachs in R\u00f6llchen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenngleich das Essen nicht gesund wirkt, ist es k\u00f6stlich und ausgiebig. Bei der veganen Ente sind wir uns nicht sicher, ob es sich um ein Gefl\u00fcgelimitat handelt, oder der Vogel vegan ern\u00e4hrt wurde. Krass.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Voll-zufrieden wandern wir noch zu einem Pralinenladen und d\u00fcsen dann mit der U-Bahn drei Stationen weiter, um gerade noch rechtzeitig im Luftschloss anzukommen. Wir befinden uns am Tempelhofer Feld, das Gel\u00e4nde eines ehemaligen Flughafens, das heute als Freizeitfl\u00e4che gen\u00fctzt wird. Hier steht noch f\u00fcr etwa zwei Wochen ein sch\u00f6nes, aus Holz aufgebautes Freilufttheater mit Gorillas.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1200\" src=\"https:\/\/travels.lukaslipp.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG_20230907_203616907-40.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-293\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">F\u00fcr einen Abend lang: Jan, Olaf und Malina<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die drei Schauspieler:innen werden von einem Keyboardspieler begleitet. Das St\u00fcck ist etwas verwirrend, die Agierenden wirken als w\u00fcssten sie nicht so recht was sie tun. St\u00e4ndig fragen sie uns als Publikum (als w\u00e4re es eine Probe) was sie denn tun sollen. Die Handlung \u00fcberschl\u00e4gt sich andauernd, es gibt immer wieder Schnitte und Szenenwechsel. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht um einen Tierpr\u00e4parator, der Bruder einer zornigen Zahn\u00e4rztin und deren Vater, der G\u00e4rtner ist. Jan (der Bruder) ist mit der Mafia verwickelt und hat Drogen in einem Hund geschmuggelt, Olaf (der Vater) hat einen Traumgarten, der einer Umfahrungsstra\u00dfe weichen soll und Malina (die mit dem Bohrer) betr\u00fcgt ihren Mann mit einem Zahnchirurgen, der einmal einem Mafiaboss geholfen hat. Au\u00dferdem gibt es eine Band, die mit ihren Hits &#8222;Warum nicht du?&#8220; und &#8222;Im Garten des Kanzlers&#8220; die Freiheit der Liebe und die Stolpersteine der Politik besingen. Besonders der letztere Tune ging wirklich ins Ohr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Kontra w\u00fcrde ich wirklich den verwirrenden roten Faden nennen, das Drehbuch w\u00fcrde ich gerne einmal lesen&#8230; Im pro war es alles in allem ein unterhaltsamer Abend!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor irgendjemand entt\u00e4uscht ist: Wir waren nicht im Garten des Kanzlers. Zumindest nicht wissentlich. Vielleicht waren wir \u00fcber dem Garten des Kanzlers, er wohnt schlie\u00dflich in Potsdam. Aber vielleicht hat er auch gar keinen Garten&#8230; Wir wissen es nicht. 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