Portugal – Tag 6 – Klipp und klar


Frühstück. Womit süßt ein Hipster sein Müsli? Mit Algarvendicksaft.

Wir packen eine Jause, Wasser, Sonnencreme und anderes Zeug das wir nicht brauchen, lassen den Camper am sicheren Parkplatz zurück und buchen ein weiteres Uber. Um die ungerechten Verhältnisse für Uber-Fahrer:innen auszugleichen gibt es unverhältnismäßig viel Trinkgeld.

Vom anstrengenden Autofahren müssen wir uns erholen und beginnen unsere Beine zu vertreten. Eigentlich eine nette Gegend. Wir befinden uns über dem Praia do Canavial. Unser Einstieg in den Wandertag ist ein Holzsteg, der sich über den größten Teil der Steinküste der Algarve fortsetzt. Nach etwa 100 Metern verlassen wir besagten Steg und gehen auf natürlichem Wege voran.

Mode, schau!

Meine Waldviertler mit flacher Sohle stellen das perfekte Schuhwerk dar. Wir gehen über Geröll und Sand auf und ab und blicken die steilen Klippen hinunter auf das Meer, während sich Sonne und Wolken abwechseln. Der gelbe Sandstein und der rotbraune Strand bieten einen schönen Kontrast zum leuchtenden Wasser.

Wer Gelbsucht, ist hier richtig

Am Weg und besonders unter den trockenen Sträuchern finden wir viele (vermutlich unfreiwillig) verlassene Schneckenhäuser, an den Felswänden gibt es aber auch lebendige Tiere, hauptsächlich Vögel.

Langsam geht die Welt zu Grunde

Das Beobachten von Vögeln in der Natur stand zwar nicht auf unserem Plan, aber dieses coole Exemplar (einer uns unbekannten Spezies) läuft uns über den Weg, also verweilen wir und beobachten, wie der Körper des Tiers seinem Kopf folgt, während jener wie in der Luft eingefroren auf ihn wartet.

Gimbal

Wir folgen den Klippen über das Ponta da Piedade (wo wir Mitleid mit allen anderen Tourist:innen haben, dass wir so viele sind) und wandern bis zum Praia de Dona Ana. Dort setzen wir uns in den Sand, verzehren die oben genannte Jause und machen ein wohlverdientes Mittagsschläfchen (oder gehen Schwimmen, ohne die nach-dem-Essen-sollst-du-Ruhen-Regel zu beachten!!!).

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Nun wandern wir weiter in die kleine aber feine Altstadt von Lagos, beobachten eine Musiker:innengruppe beim Aufbau ihrer Instrumente und dem Gebet an die nordischen Götter, dass die den aufkommenden Regen nicht weiter aufkommen lassen.

Sebastian nach dem Konsum von Bacalhau

Wir marschieren über abertausende Pflastersteine (ohne uns auch nur einmal aufzuschürfen) an einem grünen Fliesenhaus vorbei, verlassen die Altstadt, passieren Barbershops, Baumärkte und Döner-Läden und kehren letzten Endes im Restaurante da Mena ein.

Es fehlen zwei Fliesen

Dort sündigen wir mit Goldbrasse, Thunfisch und veganer Goldbrasse und veganem Thunfisch bis die Götter sich nicht mehr zurückhalten können und mit Rudolph, Prancer, Donner und Blitzen über die Landschaft fahren.

Wer isst eine Ananas, ganz nah am Meer?

Ein weiterer Uberfahrer bringt uns zurück zum Camper und kassiert ein nettes Trinkgeld. Heute gehen wir zeitig schlafen, denn morgen müssen 50% von uns zeitig fit sein. Mehr dazu, wenn wir lebendig zurückkehren!

Ein Groupie

5 Kommentare zu “Portugal – Tag 6 – Klipp und klar”

  1. Jeden Morgen versüßt dein lustiger Reisebericht mir mein Frühstück 😉 und so beginnt mein Tag schon mit einem Lächeln!
    Wünsch euch allen noch eine schöne Zeit <3
    und P.S.: Wenn du das liest, hinterlasse bitte einen Kommentar, damit ich weiß, dass du das liest! – ich hab's gelesen und finde auch die Bildkommentare immer sehr treffend und gelungen! Danke!

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