Portugal – Tag 9 – Back to the start


Um die Action der letzten Tage etwas auszugleichen und etwas Abwechslung in unseren Ablauf zu bringen, starten wir unseren vorletzten Tag in Portugal mit einem gelassenen Frühstück – ich weiß, unglaublich. Es gibt Obst mit Nicht-Wirklich-Joghurt und Müsli und Brot mit Hummus und Butter einer abgelösten Airbnb-Bewohnerin aus Nürnberg.

Wir packen all unser Hab und Gut und steigen zum letzten Mal in den geräumigen Tischlerwagen, den Eva und der kleine Lukas mit Geld, Schweiß und Herzblut in eine lässige, fahrbare Wohnung verwandelt haben.

Während eine Playlist einen Querschnitt durch all unsere Musikgeschmäcker spielt, steuern wir Faro an. Einen Ort für dessen Besichtigung keine Zeit mehr bleibt. Einen Ort, an dem man sich wieder am Anfang findet, wenn man acht sich mal im Kreisverkehr dreht. Einen Ort, an dem der Flixbus verkehrt.

You rock!

Wir verabschieden uns wehmütig von unseren Reisebuddies und gehen die ersten 3,5 Stunden unserer Heimreise an. Eigentlich sitzen wir sie an. Am grünen Hochsitz. Jäger:innen des günstigen Transits. Die Bustoilette ist eher ein Tiefsitz. Deren Besucher:innen: Gejagte der Platzangst, auf der Suche nach dem goldenen Vlies. In die Knie gezwungen. Gefangen in einem Wechselspiel aus Druck und Ekel, ohne jegliche Entfaltungsmöglichkeit.

Unsere Reise führt uns über eine lange Brücke, deren befahrbarer Belag eine sechsspurige Autobahn ist. Die Ponte Vasco da Gama trägt uns über das Wasser des Tajos und ein Meer aus Quallen in die Hauptstadt Lissabon zurück, in der wir vor vielen Monden unser Abenteuer begonnen haben, das nun langsam zu Ende geht.

Retourkutsche

Ein TVDE bringt uns in unser Hotel. Ein weiteres von dort an die Ostküste, wo wir nach einem gemütlichen Spaziergang vorbei an einer Microsoft-Niederlassung, einem jazzigen Livemusik-Trio und vielen Pier-Lokalen die Quelle unseres Abendessens erreichen: Perto Bento. Wir teilen uns eine Schieferplatte roher Fischvielfalt, vegetarische Gyoza und etwas, das die nette Kellnerin als „Sevise“ bezeichnet, gut schmeckt, aber wenig mit dem eigentlich Gericht zu tun hat.

Ozeanobst

Voll und zufrieden tragen uns unsere Füße zurück zum Pier, wo wir – des kühlen Windes wegen – in safrangelbe Decken gehüllt unseren Abend ausklingen lassen.

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