Wir starten unseren Tag wieder mit einem großartigen Frühstück – Brot mit Hummus, Reste eines Gummikuchens, viel Obst mit Soja-Kokos-Jogurt und regionalem Orangensaft. Wir sind gerne mit Veganer:innen auf Urlaub!
Das Airbnb-Checkout System funktioniert wie immer sehr gut – Schlüssel stecken lassen und ab die Post. Wir steigen zu Eva und Lukas in den Campingwagen und sind auf dem Weg nach Lissabon.

Der Vormittag ist neblig, und so spazieren wir vom Parkplatz aus an unzähligen Elektrorollern (von sechs verschiedenen Anbietern) vorbei, passieren die gerade öffnende Seilbahn, die uns genau an unser Ziel befördern würde und nützen unsere guten Beine, um uns sicher zum Oceanário de Lisboa zu bringen. Der Weg ist von vielen Bäumen, Palmen und anderem Grünzeug geziert und auch die Kunst lässt sich blicken:

Bereits vor dem Aquarien-Haus begegnen wir den ersten Meeresbewohner:innen, wobei die Sicht später deutlich besser wird.

Das Oceanário ist super! Es gibt einen linearen Verlauf, dem nach man durch alle Ausstellungsorte geführt wird, die Aufteilung ist abwechslungsreich und selbst nach drei Stunden gibt es noch aufregende Momente.

Während die Pinguine sich sehen haben lassen, waren unsere Highlights wohl die Otter. Diese waren allerdings wesentlich schwieriger zu Fotografieren, daher noch mehr Pinguine:

Das Meer hat sehr spannende Kreaturen hervorgebracht.

Und viele, die sich nur selten sehen lassen…

Die Ausstellung ist in Summe sehr sehenswert, wir waren länger dort als geplant. Überhaupt war heute alles länger als geplant, weshalb ich versuche mich kurz zu halten, damit ich für morgen noch etwas Energie aus der Nacht holen kann.
Am frühen Nachmittag verlassen wir also das Aquarium und machen uns mit der U-Bahn auf den Weg zu einem veganen Restaurant namens Orteá. Es gibt Kombucha, vegane Käseplatte, Meatball-Sandwich und „Sediments“ mit Erdbeer-Vinaigrette. Rundum köstlich.

Von dort besuchen wir nun die steilen Gassen von Lissabon.

Blicken über die Dächer.

Durchblicken die Fassade.

Und verzichten wieder und wieder auf alternative Verkehrsmittel.

Nach gefühlten 500 Höhenmetern gibt es zur Stärkung eine kleine Box mit Pastel de Nata, dem touristischen Traditionsgericht – außen crunchy, innen Vanille, überall Zucker.



Auf einem der Plätze tummeln sich viele Menschen, darunter viele Kinder, manche davon Erwachsen, und freuen sich über den Seifenblasen-Mann, der wiederholt „zum letzten Mal“ mit Luft gefülltes Spülmittel in der Gegend verteilt.

Nach über 12 Kilometern Fußweg, brauchen wir eine Pause.

Wir erkunden bis zum Sonnenuntergang die Stadt, spazieren an die Küste und finden sogar einen kleinen Strand, im Hintergrund die nicht-ganz-Golden-Gate-Bridge und dem Santuário de Cristo Rei im Hintergrund, einer Jesus Statue, die des Nächtens mit roten Lichtern ausgestattet ist, als wäre er ein Zauberer mit viel Freude an D’Lites!

Die Metro bringt uns nun wieder in die Nähe unseres Campers. Ein Stopp im Supermarkt versorgt uns mit dem Frühstück für morgen und ich lasse mir den Elektro-Roller nun nicht mehr verwehren. Bepackt mit Rucksack und einem Einkaufssack schwinge ich mich euphorisch auf das Gefährt – alle Anleitungen und Sicherheitshinweise natürlich ignoriert. Den Ständer klappe ich gekonnt ein, tauche einmal mit dem Fuß an und drücke den Gashebel… Nichts passiert, der Roller wird aufgrund von Reibung langsamer und kommt zum Stehen. Erneut tauche ich an, drücke den Hebel mit Limetten-Symbol und werde enttäuscht.
Ganze 1.45€ kostet mich diese von Selbstzweifeln geprägte Misere. Aber Aufgeben steht nicht am Menü. Roller abgestellt, anderen Roller in Beschlag genommen, und diesmal klappt alles einwandfrei. Ich wusste doch, es muss deppensicher sein.

Ich war, ob der Panne, zwar langsamer als die Pedestrianer:innen, aber die Fahrt war dafür auch mau. Als sicher würde ich das Gefährt nicht bezeichnen, aber lustig war es allemal.
Nun sind wir in Airbnb #2, haben #3 bereits gebucht und gehen ins Bett. Gute Nacht!

4 Kommentare zu “Portugal – Tag 2 – Very Fishy”
Da krieg ich Sehnsucht
In Lissabon war ich leider nur kurz, du machst mir Lust auf mehr. Viel Spaß weiterhin!
In Sintra war ich damals eine Woche und in der „Freizeit“ sind wir durch die Gegend gefahren. War sehr interessant. Ich wünsche euch eine schöne Zeit in Portugal.
Wir waren selbst nur den einen Tag in Lissabon, da gäbe es wohl noch einiges zu entdecken 😉
Sintra war auch sehr schön, könnte man auch nochmal hin!